CURT-QUERNER-ARCHIV


Selbstbildnis mit Mütze
Selbstbildnis mit Mütze, 1930
Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Galerie Neue Meister

Mein Vater, den Kopf gesenkt und aufgestützt
Mein Vater, den Kopf gesenkt und aufgestützt, 1948
Bleistift auf Papier

Zwei Bäuerinnen bei der Feldarbeit
Zwei Bäuerinnen bei der Feldarbeit, 1956
Aquarell

Selbstbildnis mit Baskenmütze und rosa Westover
Selbstbildnis mit Baskenmütze und rosa Westover, 1971
Öl auf Hartfaserplatte

Curt Querner

Am 7.4.1904 wird Curt Querner in Börnchen bei Possendorf, am Rand des Osterzgebirges geboren.

1910 Einschulung in die Volksschule Börnchen

1918 Beginn einer Schlosserlehre in Freital. Abendlicher Besuch der Gewerbeschule. Erste Zeichen- und Aquarellversuche.

1921 Tätigkeit als Fabrikschlosser in Freital und Bannewitz

1925 Bekanntschaft mit dem Maler Hermann Lange aus Freital. Dieser regt ihn zur Bewerbung an der Kunstakademie in Dresden an.

1926 im Herbst Studienbeginn an der Kunstakademie bei Richard Müller und Hermann Dittrich. Das Studium finanziert Querner durch Arbeit in einer Seilerei und Handel mit Kälberstricken in den Dörfern des Osterzgebirges.

1927 Beginn der Freundschaft mit dem Kommilitonen Wilhelm Dodel

1928/9 zwei Wanderreisen nach Prag, Wien und Süddeutschland. Besuch der Dürer-Ausstellung im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg. Anerkennungsurkunden der Kunstakademie

1929 Beginn der Arbeit im Malsaal von Georg Lührig und Otto Dix.

1930 Beendigung des Studiums und Beginn der Tätigkeit als freischaffender Künstler.
Er mietet ein Zimmer am Rande der Dresdner Altstadt und tritt der Assoziation Revolutionärer Bildender Künstler Deutschlands (ASSO) sowie der Kommunistischen Partei bei.

1931 erste öffentliche Ausstellung in Joseph Sandels Galerie Junge Kunst in Dresden. Umzug auf die Wettinerstraße, später auf die Maternistraße 34

1932 Beitritt zur Neuen Dresdner Sezession

1933 Heirat mit Regina Dodel, der Schwester seines Malerfreundes Wilhelm Dodel. Wohnung in der Annenstraße 34

1934 lebt von Arbeitslosenunterstützung. Nur wenige Verkäufe eigener Arbeiten

1936 Wanderreise durch Franken und Schwaben bis nach Colmar, um Grünewalds Isenheimer Altar zu sehen

1937 Beteiligung an einer Ausstellung im Kunstsalon Fritz Gurlitt in Berlin

1938 Auftrag zur Ausgestaltung des neuerbauten Dresdner Luftgaukommandos
Ausstellung in den Schulräumen in Possendorf

1939 Zweiwöchige Wanderung über Salzburg nach Kärnten

1940 Einberufung zum Militärdienst nach Dessau, Frankfurt/Oder und Dresden-Nickern

1943 Ab November bis Kriegsende als Wachsoldat in Norwegen stationiert

1945 Atelier und Wohnung werden bei der Bombardierung Dresdens am 13.Februar zerstört. Ein Teil der frühen Arbeiten wird vernichtet. Nach der Kapitulation gerät Querner in französische Kriegsgefangenschaft. Bis Juni 1947 in verschiedenen Gefangenenlagern, u.a. in Cherbourg und Rouen.

1947 Rückkehr nach Börnchen. Im Herbst Teilnahme an der Ersten Ausstellung Dresdner Künstler in Dresden

1948 Querner sucht keinen Anschluss an sich neu formierende Dresdner Künstlergruppen

1949 Leitung von Zeichenkursen in der Kreisvolkshochschule Dippoldiswalde. Verkauf des Selbstbildnis mit Distel an das Stadtmuseum Dresden

1950 Gestaltung von Wandmalereien an Schulen und öffentlichen Gebäuden

1951/2 Beteiligung an Kollektivausstellungen in Halle und Leipzig

1953 Zurückweisung von Querners Arbeiten bei der III. Deutschen Kunstausstellung in Dresden

1954 zum 50. Geburtstag Ausstellung im Haus der Heimat in Freital

1955 Wandbild am Wohnheim der Technischen Universität Dresden am Zelleschen Weg

1956-58 Beteiligung an verschiedenen Gruppenausstellungen. Kaum Verkäufe

1959 Kunstpreis der Stadt Freital

1960 Aquarell-Ausstellung im Kunst- und Bergbaumuseum Freiberg

1963 Wiederentdeckung der ASSO-Künstler. Nationalgalerie Berlin, Galerie Moritzburg in Halle und Galerie Neue Meisterin Dresden erwerben Werke Querners

1964 Aquarell-Ausstellungen u.a. im Lindenau-Museum Altenburg und im Schloss Branitz bei Cottbus.
Ausstellung im Kulturhistorischen Museum Magdeburg

1965 Ausstellungen in Schwerin, Greifswald, Halle, Erfurt, Karl-Marx-Stadt.
Beteiligung an der Ausstellung Arte e Resistenza in Europa in Bologna und Turin

1968 Querner-Monographie von Hellmuth Heinz erscheint

1970 Aquarell-Ausstellung in Bydgoszcz (Polen) und Košice (Tschechien). Beteiligung an der Ausstellung Kunst als Waffe – die ASSO und die revolutionäre Bildende Kunst der 20er Jahre in Nürnberg, München und Westberlin

1971 Käthe-Kollwitz-Preis der Akademie der Künste der DDR

1972 Das Museum für Deutsche Geschichte in Berlin kauft drei Werke Querners an. Beteiligung an der VII. Kunstausstellung der DDR. Aquarell-Ausstellung im Kupferstich-Kabinett Dresden

1973 Ausstellung in der Galerie Zentralbuchhandlung in Wien. Reisegenehmigung und Fahrt nach Wien. Ausstellung gemeinsam mit Fritz Cremer im Lindenau-Museum Altenburg

1974 Ausstellung zum 70. Geburtstag im Staatlichen Museum Schwerin und im Haus der Heimat Freital. Querner-Film des DDR-Fernsehens. Reise in die Niederlande anläßlich einer Aquarell-Ausstellung in Den Haag

1975 Ausstellung in Rostock

1976 am 10. März stirbt Curt Querner im Krankenhaus Kreischa. Beisetzung am 18. März in Possendorf. Mit mehreren Gemälden bei der Ausstellung Realistische Tendenzen deutscher Kunst 1919 bis 1933 in Tokyo und Kyoto vertreten.

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